BOTUCAL RUM

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Botucal Rum

Fassgelagerter Rum: Guter Rum muss reifen

Oktober 2021

Die Herstellung eines fassgelagerten Rums ist aufwendig und dauert viele Jahre. Doch lohnt sich das? Eigentlich kann diese Entscheidung nur der Gaumen treffen und trotzdem ist der Reifeprozess eine der wichtigsten Komponenten bei der Herstellung von qualitativ hochwertigem Rum.

Der Alterungsprozess ist für den Charakter und das Geschmacksprofil von entscheidender Bedeutung — und das gilt für jeden Rum. Nur sehr wenige Sorten werden ohne jegliche Lagerung in Holzfässern abgefüllt, da eben diese für eine korrekte Rumreifung unerlässlich ist. Entdeckt gemeinsam mit uns die Kunst der Fassreifung und die Rolle, die Holzfässer in der jahrhundertealten Tradition spielen.

 

  • Wie wird Rum hergestellt?

Bei Botucal steht die Leidenschaft zur Rumherstellung an erster Stelle und darauf sind wir sehr stolz. Von der Destillation bis zum Finish — jeder Schritt wird sorgfältig geplant, ausgeführt und überwacht.

 

Also: Wie läuft das Ganze ab? Zunächst müsst ihr wissen, dass Rum durch die Gärung von Zuckerrohrsaft entsteht. Nach der Destillation werden unsere neu hergestellten Spirituosen von ihren Kesseln in verschiedene Holzfässer umgefüllt. Die Art des Rumfasses ist dabei für das einzigartige Geschmacksprofil jedes einzelnen Rums von entscheidender Bedeutung.

 

Jetzt ist es Zeit für die Reifung. Die gefüllten Fässer werden in die sogenannten Reifungskeller geschickt, wo sie bis zu 12 Jahre — und in einigen Fällen sogar noch länger — ruhen. Bei Botucal Rum verfügen wir über 21 Reifekeller, in denen mehr als 300.000 Fässer lagern. Je länger die Lagerung dauert, desto hochwertiger ist das Endprodukt. Die Rumsorten unseres Prestige-Sortiments reifen im Anschluss an die ersten 12 Jahre noch für weitere ein bis zwei Jahre mit dem Ziel, das individuelle Geschmacksprofil noch weiter zu intensivieren. Wir verwenden ehemalige Sherry-Fässer für unseren Botucal Selección de Familia, Oloroso Sherry-Fässer für die beliebte Sonderedition Botucal Single Vintage und Pedro Ximenez Sherry-Fässer für unseren Botucal Ambassador.

 

Während der Reifung gibt es einen Vorgang, der in der Branche als „Angel’s Share“ bekannt ist. Damit ist der Anteil an Rum gemeint, der bei der Lagerung verdunstet und somit für die spätere Rumabfüllung verloren geht. Jährlich verlieren wir so etwa 7-8 % der alkoholischen Flüssigkeit im Fass. Das bedeutet, dass nach einer 12-jährigen Reifezeit nur noch 60 % des Gesamtvolumens im Fass verbleiben. Auch die klimatischen Bedingungen wirken sich auf die Geschwindigkeit und Menge der Verdunstung aus. Mehr dazu erfahrt ihr später in diesem Artikel.

 

  • Arten von Rumfässern

Schauen wir uns nun einmal die verschiedenen Arten der Fässer an, die für die Rumherstellung verwendet werden. Die meisten Rumfässer werden aus Eichenholz gefertigt und wirken sich dabei stets auf das Geschmacksprofil der Spirituose aus. Die Aufgabe der Destillerie besteht also darin, Blend und Fass optimal aufeinander abzustimmen.

 

Eiche, Eiche und noch mehr Eiche

New American Oak-Fässer sind sehr bliebt, da sie dem Master Blender die Möglichkeit geben, den Prozess der Aromatisierung selbst zu steuern. Oft werden aber auch Fässer verwendet, in denen früher andere Spirituosen gelagert wurden. Hier gibt das Eichenholz dann Noten eben dieser alten Aromen an den neuen Rum ab.

 

Alle Blends von Botucal enthalten Rum, der in einem ehemaligen Bourbon-Fass gereift ist. Sehr gerne nutzen wir zudem alte Sherry-Fässer. Sie geben dem Blend eine gewisse Tiefe und eignen sich hervorragend für die Veredlung (insbesondere Ex-Oloroso und Ex-Pedro Ximénez Sherry-Fässer). Darüber hinaus kommen auch ehemalige Single-Malt und New American Oak-Fässer bei uns zum Einsatz.

 

Was die Größe der Fässer angeht, so variiert das Fassungsvermögen von professionellen Fässern zwischen einem und 200 Litern. Und die Moral von der Geschicht’: Zu viel Rum gibt es nicht!

 

  • Das Klima und seine Auswirkungen

Bei der Reifung kommt eine statische Methode zum Einsatz, .d. h. sowohl unsere Fässer als auch die enthaltenen Flüssigkeiten bleiben während der gesamten Reifezeit völlig ruhig in ihren Gestellen. Auch das Klima spielt bei der Reifung von Rum eine wichtige Rolle: Optimal ist eine geografische Lage mit ganzjährig heißen Tagen und kalten Nächten sowie einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit.

 

Wenn ihr eure Dinner-Gäste mit eurem Wissen über die Reifung von Rum beeindrucken wollt, dann erzählt ihnen doch einfach folgendes: Ein Jahr Reifung in Venezuela entspricht dem Äquivalent von drei Jahren in Schottland! Und das liegt schlicht und ergreifend an den großen klimatischen Unterschieden und deren Auswirkung auf den Rum.

 

  • Wie schmeckt Rum

Jetzt, da ihr so viel über die verschiedenen Fässer gelernt habt, bleibt nur eine Frage. Wie schmeckt Rum überhaupt? Ein Vergleich zwischen Rum und Whiskey ist oft ein guter Anfang, denn diese beiden Spirituosen weisen viele Ähnlichkeiten auf (Destillation, Reifung, Blending).

 

Ein guter Rum sollte weich, ausgewogen und aromatisch sein. Der wahre Geschmack eines Rums zeigt sich in seinen Noten und Tönen. Diese entfalten sich einerseits durch die ausgewählten Zutaten und andererseits mithilfe der Fässer, in denen die Spirituose während der Lagerung langsam gereift ist.

 

Eine unserer Lieblingsbeschäftigungen hier bei Botucal Rum sind unsere Verkostungen, die wir regelmäßig veranstalten. Dann kommen Familie, Freunde, Kolleginnen und Kollegen zusammen, um den Geschmack unseres vielseitigen Rum-Sortiments ausgiebig zu genießen. Der Vorteil: Probiert man verschiedene Rumsorten direkt nacheinander, werden Geschmack und Duft intensiviert.

 

  • Single Cask Reifung (Einzelfassabfüllung)

Stammt der in Flaschen abgefüllte Rum aus nur einem Fass, dann spricht man von einem Single Cask Rum, also einer Einzelabfüllung. Diese Methode wird von den Destillerien nur selten angewandt, da nach der Reifung nicht — wie sonst üblich — mehrere Rumsorten zu einem einzigartigen Blend miteinander vermischt werden.

 

Doch egal, ob Single Cask oder nicht, die Wahl der Methode hängt vom individuellen Vorhaben der Destillerie hinsichtlich Geschmack und Veredlung ab.

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